Showing posts with label Jörg Müller. Show all posts
Showing posts with label Jörg Müller. Show all posts

Friday, September 13, 2013

FINAL DEPRAVITY - Studioreport Von The-Pit.de Zum Neuen Album Thrash Is Just The Beginning

"Thrash Is Just The Beginning?
Dat is dat, wat los is."

FINAL DEPRAVITY - im Studio besucht

Von Jörg Müller für The-Pit.de.

"Die Gelsenkirchener Thrasher FINAL DEPRAVITY sind ein gutes Beispiel dafür, wie sehr die Szene gerade im Pott pulsiert, sich verändert, wächst und nach oben strebt. Schon früh hatten sie diverse Erfolge zu feiern, wozu sicherlich auch damals Sodoms Tom ein wenig beigetragen hatte.

Überzeugender aber waren sie schon vom Fleck weg auf der Livebühne, denn bereits beim zweiten Gig ihrer noch jungen Karriere, kurz vor Weihnachten 2009, spielten sie vor SODOM in der ausverkauften Bochumer Matrix und konnten nicht nur sich selbst beweisen, sondern auch zahlreiche Fans überzeugen."


Mehr über den Weg vom ersten Demo zum Debutalbum Nightmare 13, von Besetzungswechseln bis hin zur Entstehung des neuen Albums Thrash Is Just The Beginning erfahrt ihr auf der Website von The-Pit.de.

Dort verraten euch Jörg Müller und FINAL DEPRAVITY Sänger und Gitarrist Dennis Baron darüber hinaus auch Einzelheiten zu allen 10 Songs der Aufnahme.

Den ersten Teil des 'Making Of' Videos zu Thrash Is Just The Beginning könnt ihr unten sehen. Der Clip enthält bisher unveröffentlichte Audio Samples des Titelsongs und Behind-The-Scenes Material der Aufnahmesessions.

Thrash Is Just The Beginning wurde von Sascha Risseler produziert und von Dennis Koehne (u.a. Sodom, Exumer, The Very End) gemastert. Das Artwork und die Bandfotos stammen vom renommierten Design Studio Killustrations (u.a. Nervecell, Dew-Scented, Hackneyed, The Very End) des deutschen Künstlers Björn Goosses. Der 'Making Of' Video Trailer wurde von Carsten Löer, Cyphers X kreiert. Ein Veröffentlichungsdatum für das Album steht noch nicht fest.

Friday, February 10, 2012

Battles Vol. 9 - Gute Mucke Trifft Auf Death-Metal-Schickeria

The Very End kämpfen sich rein
Foto von Jörg Müller 
Ein Auszug des Berichts von
Jörg Müller für the-pit.de 


Schon zum neunten Male heißt es: Battles in Neuss, doch mittlerweile ist das „in the Norf“ auf der Strecke geblieben, da ein Umzug in eine neue Lokation unvermeidlich wurde – ausgesucht haben sie sich das Greyhound Pier 1, ein Jugendzentrum mit Kletterwand und anderen Erbaulichkeiten für Jugendliche. Natürlich stellt der Wechsel auch ein kleines Wagnis dar, denn im Haus Derikum war es einfach immer recht kuschelig, allein schon durch die gedrungene Bauweise. Im Greyhound ist alles ein wenig geräumiger, von der Deckenhöhe bis hin zur Bühne, und so kann man sich schon vertun, wenn man einen Blick auf die Zuschauerzahlen wirft – am Freitagabend tummeln sich so wenigstens 230 zahlende Gäste, der Samstag sackt dagegen leider auf etwas über 150 Fans ab. 

Als kleine persönliche Anmerkung sei gestattet: Aus beruflichen Gründen konnte ich erst später im Greyhound eintreffen, mitten im Requiem-Set, weswegen hier Bilder von eben Requiem, Lifeless und auch godcomplex fehlen. Ging leider nicht anders, sorry. 

The Very End 

Schon früh im Jahr läuten bei The-Pit.de die The Very End-Glocken – erst die Show vor knapp 14 Tagen beim NRW Underground Metal Fest II, heuer beim neunten Battles, und schon knapp vier Wochen später werden die Essener Melodic Deather beim Winternachtstraum Festival erneut ins Visier genommen.

Hatten sie noch in Krefeld ein perfekt vorgewärmtes Publikum übernommen, so müssen sie sich an diesem Abend einer gänzlich neuen Situation stellen – die Fans scheinen durchaus interessiert, aber das ist es auch schon. Freiwillig wird den Fotografen ein knapp fünf Meter breiter Graben überlassen – schön viel Freiheit für die einen, doch Stimmung oder gar Festival-Feeling kommt so nur schwer auf – da zündet dann auch auf keinen Fall Björns Kalauer: „Mach mal ein bisschen noise, Neuss“. Das anschließende „Flatline“ kann dann allerdings doch ein wenig mehr Applaus einheimsen, auch wenn die Stimmung weiterhin etwas distanziert bleibt. 

Am Engagement auf der Bühne kann das allerdings nicht liegen, denn wie gewohnt montieren sich die Jungs die Rüben ab; schon früh vom Schweiß gezeichnet, versuchen sie immer wieder, das Publikum zu Mitmachen zu animieren, was nach der Hälfte des Sets auch endlich gelingt – witzigerweise trauen sich als erstes ein paar headbangende Mädels Richtung Bühne und lösen so mehr und mehr die Distanz auf.

Na endlich, könnt man glatt meinen, immer mehr Fans füllen die empfindlichen Lücken, und der Gig entwickelt sich gegen Ende dann doch noch zu einer ordentlichen Show, auch wenn die ganz großen Emotionen eher draußen im Maische-Becken absaufen – The Very End mussten sich ihr Publikum erkämpfen, aber genau dieses haben sie dann auch antizipiert und bringen mit „Rat Nation“ und „Three Zero Nine“ sogar erstmals zwei Stücke zum ersten Male überhaupt live.

Kurioses am Rande: Einige Fans meinen, dass es zu leise sei – eine klare Ansage Richtung Mischer Sascha, der schmunzelnd zur Kenntnis nimmt, wie verdreht die Welt doch sein kann – der Herr der lauten Töne hat allerdings auch an diesem Abend alles aus den Reglern herausgeholt.

Setlist:

Memento
Ball & Chain
The Leper
Flatline
A Hole In The Sun
Sewn Eye Sleep
Rat Nation
Dead Is The New Alive
Three Zero Nine
Letters To The Living
Blacklisted
The Loss Theory

Hier weiterlesen

Friday, January 20, 2012

‎"Fünf Bands – Fünf Volltreffer" The-Pit.de Über Das NRW Underground Metal Fest

Pure Spielfreude bei The Very End
Foto: Jörg Müller
Fünf Bands – Fünf Volltreffer = 
Kurzweil Und Nackenschmerzen 

The-Pit.de Über Das 
NRW Underground Metal Fest

Von Jörg Müller

Freitag Abend, wieder Kulturrampe, ein kleiner, uriger Club im Nirgendwo in Krefeld – genau die richtige Anlaufstelle, um sich auch beim zweiten Underground Metal Fest die Hucke versohlen zu lassen (bildlich gesehen). 

Die Jungs von CrossHead haben einmal mehr ein starkes Billing zusammengestellt und so ist es nicht verwunderlich, dass der Club erneut richtig gut gefüllt ist – selten kommt es vor, dass ein Underground-Konzert nur Volltreffer bietet und den Fans kaum Luft zum Pause machen lässt. 

Wer dabei ist, wird sich am nächsten Tag nicht über fehlende Nackenwirbelschmerzen beschweren können – so heizt man am Freitag, den 13., bei der Winter Edition ein.

Die Berichte über die "fünf Volltreffer" im Einzelnen: KINGDOM OF SALVATION, FINAL DEPRAVITY, CAUSE FOR CONFUSION, CROSSHEAD, THE VERY END.


Monday, January 16, 2012

Pictures From NRW Underground Metal Fest Online At The-Pit.de

Pictures From 
NRW Underground Metal Fest 
Online At The-Pit.de 


Friday 13 - a bad omen? Not at all! The second edition of NRW Underground Metal Fest was held on this very day, and the kick off for FA's live season 2012 turned out to be a perfect night.   

What might have bothered superstitious minds didn't prevent THE VERY END, CROSSHEAD, CAUSE FOR CONFUSION, FINAL DEPRAVITY and KINGDOM OF SALVATION from performing at the top of their game, and a packed Kulturrampe in Krefeld, Germany, from going crazy. 

The show was covered by The Pit magazine and photographed by editor Jörg Müller. See the excerpts below and follow the links to browse the full galleries.

The Very End video clips from the show can be watched at this location. 








Thursday, August 25, 2011

DONG OPEN AIR 2011 - der Bericht und die Bilder auf The-Pit.de

Harasai haben die richtigen Wachmacher parat
@Jörg Müller
Dong Open Air 2011 
Gefährliche Musik trifft auf  kennzeichnungspflichtige MetallerInnen 

Ein Auszug des Berichts  

Mehr Abwechslung kann doch ein Festival kaum bieten – vom Unwetter mit Sturmwarnung am ersten Tag über enorme Hitze an den Folgetagen, bevor dann wieder der Regen für eine entsprechende Abkühlung sorgt. Die ist auch dringend nötig, denn musikalisch haben die Organisatoren wieder einmal eine tolle Balance zwischen etablierten internationalen Acts mit den Highlights Iced Earth und Overkill und vielen hoffnungsvollen, häufig lokalen Nachwuchsbands hinbekommen. Thrash, Death, Heavy, Alternative – alles da, und das nach wenigen Minuten ausverkaufte Festival hat wieder einmal die wohl feierwütigsten Fans versammelt. 


Zweiter Tag auf dem Dong Open Air, die Sonne brutzelt schon ohne Gnaden auf die noch müden Gesellen, die sich langsam aus den Schlafsäcken pellen und schon zahlreich im Zelt versammeln, denn schon um 11:45 Uhr in der Früh rühren die Melodic Deather Harasai einen „Hallo-Wach-Grog“ an.

Knapp 200 Nasen reiben sich dann den letzten Schlaf aus den Augen, passend mit „Into Oblivion“ unterlegt, welches schließlich von einer aggressiven Version der „Hour Of The Dead Eyes“ abgelöst wird. Fronter Martin schreit wie gewohnt herrlichst das letzte bisschen Verstand in den Orbit, während seine Hintermannschaft heftig Matte kreisend die Gitarren förmlich vergewaltigt. Bei seinen Nebenleuten ist dann auch wieder ein doch nicht mehr so neues Gesicht zu erkenne – Dennis von Final Depravity hilft seinen Kollegen zum wiederholten Male aus und gilt wohl auch als dauerhafte Zukunftslösung – da heißt es abwarten, was die Band Harasai noch so von sich gibt.

„Wir kommen aus dem beschaulichen Ruhrpott, wir machen jetzt den Dong-Test“, und schon fordert Fronter Martin lautstark ein paar Oi-Fäuste ein und bekommt dafür reichlich Pommesgabeln. Mit „Heretic Souls“ gibt es beim Dong nicht nur eine Hörprobe vom nächsten Album, sondern Martin lässt im Überschwang gleich auch den Arbeitstitel „Psychotic Kingdom“ herausplatzen. Doch die ganze Quasselei gerät nur allzu gerne in den Hintergrund, wenn Harasai das mördsmäßig geniale „Constant Disbelief“ aus den Boxen wuchten – Bassist Arne steuert hier einen nicht unwichtigen Gesangspart bei – der Applaus in Kombination mit zahlreich geschwungenen Zeichen des Bösen entlohnen für die schweißtreibende Headbangarbeit auf der Bühne.

Kurz vor Schluss lässt sich Gitarrist Dennis auch noch hinreißen, mit seinem Arbeitsgerät vor die Bühne zu stolpern und sich vom Circlepit umkreisen zu lassen, welcher sich schon wieder kurz darauf zu einer ordentlichen Mattenschwingeinheit formiert – formidable.

@Jörg Müller



Setlist:

Into Oblivion
Hour Of The Dead Eyes
Heretic Souls
Constant Disbelief
Dying Race Domain
Spearhead of Storms





Den vollständigen Bericht zum Dong Open Air 2011 findet ihr an dieser Stelle, die dazugehörigen Fotogalerien gibt es hier.


Tuesday, June 7, 2011

ENTOMBED & guests live im Turock - der Bericht auf the-pit.de

ENTOMBED, LAID IN ASHES, HARASAI 
19.05.2011 - Turock, Essen 

Ein Auszug des Berichts 

Das Death-Metal-Spektakel ging viel zu schnell zu Ende 

So mancher Fan, der lediglich auf Death Metal abgestellt ist und mit Rock-Vertreten wie Volbeat nichts anfangen kann, musste letztes Jahr in die Röhre schauen, denn gerade mit dieser Combo gingen Entombed auf Tour. Wie schon beim Turock Open Air 2010 konnte Turock-Inhaber Peter die Schweden erneut nach Essen locken und dass der Club gerade für solche Shows mehr als prädestiniert ist, wurde einmal mehr auch an diesem Donnerstagabend nachgewiesen. Abgeschmeckt wurde dieses Happening mit einer der aufstrebenden melodischen Death-Metal-Bands Essens – Harasai – sowie den Death-Thrashern Laid In Ashes aus der Nachbarstadt Bottrop, die in den letzten Jahren nur selten auf der Bühne zu sehen und zu hören waren. 


Wer diese sympathische Truppe schon einmal live erlebt hat, weiß ganz genau, wie viel Feuer sie im Allerwertesten haben. Das haben sie schon wenige Tage zuvor wiederholt beim Evil Horde Metalfest 2011 gezeigt, und auch wenn die Fanmenge beim Opener Harasai noch ein wenig übersichtlich war, so hinderte es sie nicht daran, dass sich die Melodic-Deather einmal mehr auch im Turock voll ins Zeug legten. 

Harasai waren ein starker Opener

Gleich beim Opener „Into Oblivion“ machte Frontmann Martin deutlich, dass er mit der Lücke zwischen Band und Publikum nicht einverstanden sei - und tatsächlich, einige Fans verkleinerten die klaffende Wunde. Der erste nennenswerte Applaus brandete dann zu „Silent Murder“ auf und Martin ließ es sich nicht nehmen, den Stolz der Band auszudrücken, im Vorprogramm von Entombed zocken zu dürfen – man denke da nur an die gleichgesinnte Elchtodeinstellung. 

Wie schon auch in der Zeche Carl verließen sich Harasai allerdings nicht nur auf Bewährtes vom Debüt „The I-Conception“, sondern mit „Heretic Souls“ und „Dying Race Domain“ lieferten sie gleich auch zwei Kostproben von der nächsten, noch unbetitelten Scheibe ab. Auffällig war hierbei, dass die Jungs noch viel aggressiver zu Werke gehen und zumindest live ganz nahe durch schon fast Pigscream-ähnliche Vocals an der Grenze zum Grind kratzen.

Dem augenzwinkernden Hinweis, dass man 2008 schon einmal mit Laid In Ashes vor fünf zahlenden Gästen zockte und einem ehrlichen gemeinten Dankeschön an Turock-Inhaber Peter und seiner Crew, folgte mit „Spearhead Of Storms“ noch ein bekannter Bandkracher auf die Lauscher. Mittlerweile hatten sich gut 100 Fans im Turock eingefunden, was aber noch immer recht weitläufig aussah. Egal, die Jungs gaben auf der Bühne bis zur letzten Sekunde Gas, headbangten vorbildlich und empfahlen sich für weitere Showbesuche.

Setlist:

Into Oblivion
Silent Murder
Heretic Souls
Hour Of The Dead Eyes
Destructive Masquerade
A Constant Disbelief
Dying Race Domain
Spearhead Of Storms

Hier geht es weiter mit den Berichten zu Laid In Ashes und Entombed.

Sunday, June 5, 2011

EVIL HORDE Metalfest - The Complete Picture Galleries

'Evil Horde Metalfest' at Zeche Carl, Essen, on May 14 did not only see 11 of the finest bands from the German Ruhr Area, but was also a "clash" of three outstanding photographers in our scene.   

Jörg Müller (the-pit.de), Daniel Horlbogen (live-frenzy.de) and Jörg Litges (lautundinfarbe.de) gave their all to document a special event that may have been the start to re-establish major metal events at the birth place of Ruhr Area metal - the mighty Zeche Carl in Essen!  

Take a look at these excerpts and don't hesitate to follow the links to the full galleries - reposting, sharing and recommending is explicitly requested...
Here we go:

Browse all galleries at 








Browse all galleries at 







Browse all galleries at 




Lesung Kumpels in Kutten 

Lesung Till Burgwächter 





Thursday, May 26, 2011

RAGE AGAINST RACISM Open Air - Interview mit dem Veranstalter zur Absage auf The-Pit.de

Rage Against Racism 2011 
- Gründe für die Absage - 
Das Malheur der fehlenden Fluchtwege 


Schlechte Nachrichten hört man einfach nicht gerne und wenn es dann auch noch das recht renommierte „Umsonst und Draußen“-Festival Rage Against Racism trifft, dann ist der Unmut in der schwermetallischen Szene umso größer. Loveparade und Vieles mehr geisterte im Sekundentakt via Facebook und Co. durch den Äther und so manche schlaue Phrase verkam schnell zur Wirklichkeit. Was lag da näher, als geschwind den Hörer in die Hand zu nehmen und den Festival-Ideengeber und Projektmanager Levent Bierbach-Tomicki anzurufen, um kurz nachzuhaken. 


The-Pit.de: Hi Levent, auf der Homepage zum Rage Against Racism habt ihr bekannt gegeben, dass das Festival dieses Jahr ausfällt. Kannst du dazu weitere Informationen herausrücken? 

Levent Bierbach-Tomicki: Das ist folgendermaßen. Die Mühle liegt auf einem Hügel und alle Ausgänge, die es von diesem Gelände gibt, führen auf die Clarenbachstraße. Die Straße ist recht schmal und sie ist für die Zuschauer als Fluchtweg nicht geeignet. Sollte wirklich etwas passieren, müssten die Einsatzfahrzeuge über die Clarenbachstraße einfahren. Die Menschen würden versuchen herauszukommen, die Rettungskräfte würden versuchen hereinzukommen. Man sagte mir: „Stellen sie sich einmal vor, hier schlägt der Blitz ein und es liegen 50 Leute auf der Wiese, dann müssen wir mit den Autos heranfahren können.“ Das leuchtet uns auch ein und ist auch kein Problem, aber man kann das Gelände nach hinten hin nur sehr schwer öffnen. Man müsste eine Treppe bauen lassen. Da die Ämter aber erst Anfang April auf uns zugekommen sind, ist das natürlich in der Kürze der Zeit nicht mehr möglich. Wir haben dann versucht, das Festival zu verlegen, aber auch dafür hätten wir letztendlich ein Sicherheitskonzept gebraucht und das kostet natürlich. Architekten, Brandschutzsachverständige etc. Also haben wir gesagt, dass wir dieses teure Konzept jetzt nicht für einen anderen Ort umsetzen. Wir lassen lieber dieses Jahr das Festival ausfallen und stecken das Geld in die Mühle, um das Gelände fit zu bekommen. 

The-Pit.de: Die ersten enttäuschten Fans machen sich schon bemerkbar und nicht wenige skandierten mit dem Tenor „Alles nur wegen der Loveparade. Das RAR gehört schon zu den etablierten Festivals hier im Pott – warum gab es dann in den letzten Jahren keine Probleme? 

Levent Bierbach-Tomicki: Auswirkungen sind natürlich relativ. Man ist da sicher früher etwas großzügiger gewesen und jetzt malt man natürlich in verschiedenen Bereichen den Teufel an die Wand, dieses „Was wäre, wenn“-Spiel. Auf dem anderen Gelände wurde gefragt: „Was machen sie denn, wenn die Leute nach Hause gehen?“ „Dann gehen sie halt nach Hause“. Daraufhin wurde wieder gefragt: „Mmmh, da ist doch eine Straße“, und ich antwortete: „Ja sicher.“ „Da fahren dann doch auch Autos“, kam dann zurück und ich dann wieder: „Ja sicher, aber nicht so viele, denn es ist dann später Samstagabend.“ „Das ist ja noch schlimmer, dann fahren die Autos ja schneller“ war dann das Gegenargument. Solche Spiralen der Gefährdungsbegutachtung zogen sich dann immer weiter nach oben. Natürlich guckt man nach der Loveparade genauer hin, aber andererseits bin ich froh, dass in den letzten acht Jahren an der Mühle auch nichts passiert ist. Wir wären dann nicht so gut geschützt gewesen, wie wir uns das alle vorgestellt hatten. Wenn sich auf der Clarenbachstraße die Hölle aufgetan hätte, dann hätten wir wirklich Probleme bekommen, das Gelände zu evakuieren. Das wollen wir in den nächsten Jahren auch vermeiden. Wir wollen ja niemanden gefährden. Wer schon einmal dort war, der weiß, dass es immer sehr friedlich war, aber man kann manche Gefahren ausschließen und das wollen wir auch für die nächsten Jahre tun. Die Loveparade war vielleicht noch einmal der Anstoß, genauer hinzuschauen. Deswegen kann man das zukünftige Publikum besser schützen und das ist eigentlich gut. Es ist halt nur sehr schade, dass es so kurzfristig ist und dass wir das einfach nicht mehr hinbekommen können. 

Hier weiterlesen 

Wednesday, May 18, 2011

METROPOLE RUHR FESTIVAL 2011 - Der Bericht Auf The-Pit.de


Ein Auszug des Berichts  


In 2010 fand das Metropole Ruhr Festival noch in der wesentlich größeren Turbinenhalle in Oberhausen statt, doch für 2011 mussten die Organisatoren kleinere Brötchen backen. Für übersichtliche knapp 20 Euro gab es ein thrashiges sieben Bands beinhaltendes Paket, doch die Fans hatten an diesem Wochenende nicht gerade die Ticketeinkaufshosen an – letztlich tummelten sich vielleicht 300 bis 350 Leute in der Matrix. Das ist schade, denn das Billing konnte sich durchaus sehen lassen und der Sound war weitestgehend richtig ordentlich. Was da für 2012 noch verbessert werden soll, bleibt eher rätselhaft.




Die Dorstener Dipsomania – immerhin schon 1988 gegründet – kamen mit reichlich Verspätung auf die Bühne. Eine Ansage über den Grund gab es leider nicht, weswegen sich die Fans ratlos anstarrten. Wer den straffen Zeitplan eines Festivals dieser Kategorie kennt weiß, dass die Band wohl dementsprechend ein kürzeres Set spielen würde – und so kam es auch. Dass sie allerdings auch über die volle Schlagdistanz unterhalten können, bewiesen Dipsomania erst kürzlich noch im Helvete sowie beim Metal Apocalypse Over Dorsten.

Wie schon bei Eradicator glänzte ein Großteil der Festivalbesucher durch Abwesenheit und so verpassten sie eine brutale „Holy Death“-Version. Frontmann Dirk stakste wie angestochen in seinem „Sex. Murder. Art”-Shirt über die Bühne und bölkte fies in sein Mikrofon. Schnell hatten sich auch die ersten Headbanger links von der Bühne postiert und ließen die fettigen Strähnen wirbeln.

„Wir haben keine Zeit“ – klar, wenn man so spät die Bühne entert - und schon legten sie mit „Face To Face“ los. Bei „Awestruck“ dann konnten Dipsomania endlich auch ihren Lohn für die schweißtreibende Arbeit einsacken und blickten auf zahlreiche nickende und schüttelnde Köpfe sowie hochgereckte Fäuste und Pommesgabeln. Nachdem die Kirche und die dort ablaufende Praxis anklagenden „God Shit And Amen“ mussten dann allerdings die Death Thrasher ihren Platz räumen.





Wer auf melodischen Death Thrash und gehöriger Groove-Kante steht, kommt derzeit kaum an der Essener Truppe The Very End vorbei. Wie schon beim Exile Festival 2011 –Spring Edition – mussten sie allerdings weiterhin auf ihren Gitarristen René verzichten, der sich vor geraumer Zeit verletzt hatte und noch immer nicht vollständig genesen war. War es noch in Herne Dennis von Final Depravity, so sprang für das Metropole Ruhe Festival Alexander Bartkowski von Guerilla ein – nur wenige Proben mussten reichen, um sich auf die Show vorzubereiten.

The Very End spielten eine Mischung ihrer beiden Alben „Vs. Life“ und „Mercy & Misery“ mit Schwerpunkt auf das Anfang des Jahres veröffentlichte Zweitwerk, doch in der Matrix konnten sie nicht wirklich die Herzen der Fans erreichen. Dabei lieferte die Truppe einmal mehr wieder eine schweißtreibende Show ab und nachdem die ersten drei Schwerhämmer recht zügig durchgeholzt wurden, lieferten sie mit „Flatline“ einen Kracher des Debuts – aber auch hier gab es weitestgehende Ignoranz beim Publikum.

Die ersten vernünftigen Reaktionen konnten The Very End dann endlich mit dem Videoclip „A Hole In The Sun“ erreichen – die ersten Pommesgabeln zuckten, und einzelne Headbanger ließen die Matten fliegen – wobei: Birte, die Freundin vom Frontmann Björn, schien ihre Locken auf Dauerrotation gestellt zu haben, denn anscheinend ohne Pause zischten die blonden Strähnen durch die Luft.

Ab diesem Zeitpunkt jedenfalls konnten The Very End auf mehr freudige Fans blicken und den nach „Blacklisted“ gespendeten ordentlichen Applaus hatten sie sich redlich erarbeitet.




Warum jetzt schon die ersten Auflösungserscheinungen auftraten, weiß wohl nur der Geier, denn Forbidden sieht man nun nicht alle Tage live im Pott und mit „Omega Wave“ hatten die US-Thrasher auch ein richtig amtliches Scheibchen vorgelegt.

Zuerst galt es, verwundert die Augen zu reiben, denn Fronter Russ hätte auch als Bühnendouble für Jaka-Boni durchgehen können. Und der Posten hinter den Schießkesseln war doch auch anders besetzt? Mark Hernandez war nicht dabei, dafür hatte es sich Gene Hoglan, letztes Jahr noch mit Fear Factory unterwegs, auf dem kleinen Hocker gemütlich gemacht.

Die Show von Forbidden konnte in drei Teile getrennt werden – zweimal gab es Old School Thrash auf die Mütze und der dritte Part stellte das aktuelle Old School-Material vor.

Schnell war auch der etwas matschige Sound wieder in die Erfolgsspur gebracht, denn so machten gleich die ersten Kracher vom Debut „Forbidden Evil“ und dem Nachfolger „Twisted Into Form“ erst recht Spaß. Ein kurzes „Wie geht es euch“, und schon folgte mit „Off The Edge“ gleich der nächste Kracher. „R.I.P.“ ist wohl aktuell die perfekte Hommage an alle zu früh verstorbenen Szenegrößen.

Ob die alten Tracks oder ab „Forsaken At The Gates“ das neue Material – die Fans feierten ihre Helden. Auch hier gab es ein Mattenmeerspiel zu besichtigen und Forbidden-Sprechchöre zeigten die Zufriedenheit der Fans an. Belohnt wurden sie dann im Zugabenteil mit einem weiteren Thrashpaket aus der Bandfrühphase – ein würdiger Abschluss einen tollen Festivals.

Thursday, March 3, 2011

EURE ERBEN - 'Terror 2.0' Review auf the-pit.de

'Terror 2.0' 
Mal rasend, mal im stampfenden Midtempo,  
aber immer mit hohem Wiedererkennungswert 
10/10 

Ein Review von Jörg Müller für the-pit.de 

Eure Erben sind Darkness, und Darkness sind Eure Erben - eigentlich ganz einfach, doch so schlicht wollen es sich die Essener Thrasher eigentlich nicht machen. Tief in den Achtzigern startete diese Band als Darkness und veröffentlichte mit „Death Squad“, „Defenders Of Justice“ und „Conclusion And Revival“ drei Studioalben. Irgendwann Anfang der Neunziger lösten sie sich dann auf, doch mit der Zeit zuckte es wieder in den Fingern Musik zu machen, was sie dann auch seit 2004 ernster vorantrieben. Zeugen dieser „Weltherrschaftsübernahme“ sind die beiden EPs „Eure Erben“ von 2006 und „Eure Fäuste“ aus dem Jahre 2007 unter dem Titel Eure Erben. 


Die Aufnahmen zum Debut wurden zwar Ende 2009 eingeleitet und auch recht zügig abgeschlossen, doch bis „Terror 2.0“ auch endlich verfügbar war, dauerte es schon noch einige Zeit, und erstmalig konnten Arnd, Emma, Hobie und Lucky ihr neues Machwerk auf der Kölner Schallplattenbörse am zweiten Weihnachtsmarkt vorstellen. 

Da könnte man glatt meinen, dass weihnachtliche Besinnlichkeit alles vollsülzt, dass da sich der berühmte Wurm eingenistet hätte, doch Fehlanzeige – keine Chance, sich da so stichig durch die Kunststoffhülle zu fräsen und Störmanöver zu entfachen. Denn für diese Attacken sind wenn überhaupt Eure Erben zuständig. Wie das? Arnd und Co. legen viel Wert auf ihre Texte und bohren nachdringlich in den Fehlern der Gesellschaft, stecken genüsslich den gesalzenen Finger in die offen liegende Wunde namens Politik, und dabei nehmen sie kein Blatt vor dem Mund, sondern befeuern mit Verbalöl die Ödnis der kritiklosen Masse.

So ganz können Eure Erben eh nicht die Vergangenheit abstreifen, doch aus tiefem Respekt vor zwei verstorbenen Ex-Sängern kam eine Reunion unter dem alten Banner nicht in die Tüte, und nach wie vor sind die Jungs tief mit Pfahlwurzeln im Thrash verankert. Genau deswegen haben sie nicht nur elf Stücke mit deutscher Sprache hinterlegt, sondern die gleichen Tracks mit englischen Texten eingetrümmert. Eure Erben sind eben Darkness und Darkness sind Eure Erben.

Und was Eure Erben unter Thrash verstehen, zeigen sie auch direkt nach dem kurzen Intro genauso kompromisslos wie ihre textlichen Ergüsse – stampfende Drums und rasende Gitarren sorgen dafür, dass bei „Terror für Terror“ die beklemmende „Big Brother is watching you“-Thematik auch entsprechend aggressiv untermalt wird – und mit der Abschlusszeile „Freiheit trägt ein Totenkleid“ bringen Eure Eben den Sicherheits- und Kontrollwahnsinn auf den Punkt. Eure Erben besingen die Ellenbogen und den Überfluss der einfältigen Bürgerlichkeit, sie sind ein Spiegelbild der täglichen Pressemeldungen, sie zeigen auf, was viele sich nicht trauen auszusprechen: „Deus Lo Volt“ mahnt eindringlich vor den neumodischen Bombenkreuzzügen, und auch hier fräsen sich die Gitarren tief ins Bewusstsein. „Amok“ ist ein geschwind treibender Thrasher, und ein sehr starkes Solo brennt sich förmlich in die Hirnschale.

Friday, February 25, 2011

Dorsten Feiert Sich Und Den Metal - The Pit.de Über 'Metal Apocalypse Over Dorsten'

Party pur  
- Dorsten feiert sich und den Metal -  
Apocalypse sei Dank 

Ein Auszug des Berichts von Jörg Müller. 
Den vollständigen Artikel gibt es auf the-pit.de 



Die Gelsenkirchener Final Depravity kann man schon fast als aufgehenden Stern am deutschen Thrash-Firmament bezeichnen. Sie haben nicht nur die richtigen Connections eingestielt, sondern mit „Nightmare 13“ auch ein passables Debut abgeliefert. Zudem sind sie jung und hungrig – eine gute Kombination für den Erfolg. 

Kurz nachdem der Lokalmatador Dispomania die Bühne räumte, füllte sich die Halle wieder recht schnell, sodass vor der Bühne wieder deutlich mehr Geschiebe zu verzeichnen war. Die Stimmung hatte bisher nicht gelitten, aber es knallt natürlich besser, wenn einfach mehr Leute aus sich herausgehen und so ihre Partystimmung untermauern. Nervig nur die Gierlies rechts von der Bühne, die sich mehr um ihre Haare und den typischen Quatsch wie „hoffentlich merkt auch jeder wie toll ich bin“ kümmerten – aber dafür können Final Depravity nun nichts. 

sind die Band der Zukunft 
Pic by Jörg Müller 

Schnell konnte sich das neu gestaltete Quartett in der Publikumsgunst ganz oben festbeißen und erntete schon nach den ersten brutalen Tracks wie „As The Crow Flies“ oder „Turn This Life“ lauten Applaus. „Veil Of Secrecy“ kam dabei besonders an und wurde von einem fetten Moshpit begleitet, aber auch „Fearing The Flood“ fand locker die Zustimmung der Fans, denn die gezückten Pommesgabeln sowie zahlreiche Rübenabmontierer legten Zeugnis der Begeisterung ab. 

Der Schluß mit „Relief Of Beliefs“ wurde noch kurz mit einem „eine neue CD nehmen wir auch bald auf“ durch Frontmann und Leadgitarrist Blaze eingeleitet und sorgte einmal mehr für ausgelassene Stimmung, die so intensiv war, dass eine nicht geplante Zugabe in Form von „Nightmare 13“ her musste. Die Jungs gehen ganz sicher weiterhin konsequent ihren Weg – das ist sicher. 

Setlist:

As The Crow Flies
Turn This Life
In Disgrace (Never Regret)
Vortex
Veil Of Secrecy
Fearing The Flood
Nightmare 13
Relief Of Beliefs
-----------------------
Nightmare 13